Über uns

Handwerk im Herzen.
Wein im Glas.

Aus einer alten Hobelbank wurde unser Tresen. Aus einer Familiengeschichte wurde Rebenwerkstatt.

Louis Gerischer an der Hobelbank seines Ururgroßvaters
Louis Gerischer · Gründer

Und manchmal beginnt eine große Leidenschaft eben nicht auf einem Weingut, sondern mit Kartoffeln, Quark und der Frage: „Was trinken wir dazu?“

Louis Gerischer
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Die Hobelbank

Die Hobelbank gehörte einst meinem Ururgroßvater Fritz, einem Tischler, der mit ihr über viele Jahre hinweg Wertvolles geschaffen hat. Sie steht für Handwerk, Hingabe und die Überzeugung, dass echte Qualität Zeit braucht, genau wie ein guter, gereifter Wein.

Diese Werte begleiten mich bis heute: ehrliches Handwerk, Liebe zum Detail und die Freude daran, Menschen für etwas Besonderes zu begeistern. Wo einst Holz mit Sorgfalt bearbeitet wurde, dreht sich heute alles um besondere Weine und unvergessliche Genussmomente.

Die Hobelbank meines Ururgroßvaters ist geblieben, nur das Handwerk hat sich verändert.
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Der Anfang

Ich komme weder aus einer Winzerfamilie noch aus der Gastronomie. Meine Leidenschaft begann an einem ganz gewöhnlichen Essenstisch im Erzgebirge, bei Kartoffeln mit Quark und der Frage: „Was könnten wir dazu trinken?“ Damals hatte ich keine Ahnung von Herkunft, Lagen oder Rebsorten. Im Glas standen eher Cocktails und Bier.

Eine kleine Verbindung zur Weinwelt gab es aber schon: meinen Opa, der für sein Leben gern Burgunder aus Frankreich und Grünen Veltliner trank. Aus einfachem Interesse wurde echte Neugier. Ich wollte verstehen, warum ein Wein so schmeckt, wie er schmeckt, und warum manche Weine perfekt zum Essen passen und andere gar nicht.

Österreich wurde dann meine zweite Heimat. Fünf Jahre lebte ich in Linz, fast täglich umgeben vom Grünen Veltliner, einer Rebsorte, die ich mir als Liebhaber süßerer Weine erst schmackhaft trinken musste. Heute liebe ich die österreichische Weinwelt ebenso wie die deutsche, und in der Rebenwerkstatt findet immer wieder ein Österreicher seinen Platz.

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Die Neugier

Mein Wissensdurst führte mich zunächst nicht auf ein Weingut, sondern in einen Thalia-Buchladen. Dort kaufte ich mein erstes Weinbuch: „Workshop Wein – Entdecken, Verkosten, Genießen“ von Marnie Old. Schnell war klar: Das Thema Wein ist riesig, eigentlich fast unendlich. Rebsorten, Regionen, Böden, Klima, Jahrgänge, Terroir: Hinter jedem Thema tat sich direkt das nächste auf. Irgendwann dachte ich mir: Egal. Einfach anfangen.

Also begann ich zu lesen, auszuprobieren und vor allem zu verkosten. Ich kombinierte Weine gezielt mit unterschiedlichen Gerichten, um selbst herauszufinden, was funktioniert und was nicht. Je mehr ich probierte, desto mehr wollte ich verstehen. Mein Geld floss nicht mehr in Video-Games oder Fußball, sondern in Große Lagen, Große Gewächse und Gläser von Zalto & Co.

Der aufregendste Moment ist für mich bis heute der, in dem der Korken die Flasche verlässt, alle Genießer am Tisch auf ihr Glas warten und danach der Austausch über Geschmäcker und Vorlieben beginnt. Cheers!

Ein guter Wein kann einen gewöhnlichen Abend zu einer Erinnerung machen.
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Die Menschen

Geprägt haben diesen Weg vor allem Menschen. Mein bester Freund Julian und seine Eltern Ines und Jan: Aus einer Laune heraus probierten Julian und ich Weine aus Jans Keller, darunter Dreissigacker und Hoflößnitz. Daraus wurde ein neuer Standard: guter Wein, gutes Essen, gute Freunde und Abende, an die man sich gern zurückerinnert. Auch mit dem einen oder anderen Kater.

Mein Freund Ronny, der aus der Gastronomie- und Winzerwelt kommt, öffnete mir weitere Türen. Wenn er sagte „Jetzt wird’s groß“, wusste ich: Jetzt wird es spannend. Trotz meines kleinen Budgets als Schüler und Student fand er immer eine Lösung. In der Genussbar in Freiberg probierten wir Hirtzberger, Nigl, Diebolt-Vallois und viele mehr. Es ging mir nie um große Namen, sondern darum, zu verstehen und zu vergleichen.

Louis Gerischer und sein Vater stoßen an der Hobelbank der Rebenwerkstatt an

Heute baue ich die Rebenwerkstatt mit Menschen auf, die an die Vision glauben, allen voran meine Familie, die mir täglich beim Planen und Organisieren hilft. Ganz nebenbei hat die Rebenwerkstatt auch ihre Weinwelt verändert: Aus meinem Papa, der anfangs nur die süßeste Auslese trank, wurde ein Kabinett- und Sauvignon-Blanc-Liebhaber.

Aus der Frage „Was könnten wir dazu trinken?“ wurde die Rebenwerkstatt. Für mich bedeutet Wein Herkunft, Handwerk, Menschen, Genuss und vor allem gemeinsame Momente, die in Erinnerung bleiben.

Unterschrift Louis Gerischer Louis Gerischer
Gästebuch der Rebenwerkstatt auf der Hobelbank Weinflasche in einer alten Holzkiste mit Stroh